ich nehme ab
Glück ist eine schlackernde Hose
BMI zwischen 25 und 30 = leicht übergewichtig. That's me – und Millionen andere. Klingt undramatisch und hat trotzdem die Macht mich in tiefschwarze Stimmungslöcher zu stürzen. Aber warum? Was wird besser, wenn die Kilos schwinden? Bin ich nur vordergründig eine Verfechterin der inneren Werte, der Würde des Alterns und der Individualität? Böse Zungen sagen, solche Argumente brächten nur Hässliche und Alte. Na, so fühl ich mich aber auch nicht! Also, her mit weiteren Gründen.
1. Let's face it: Übergewichtige gelten als undiszipliniert und unattraktiv. In diese Schublade gehöre ich einfach nicht und ich will da raus.
2. Das Stylingproblem: Mode macht Spaß, allerdings nur, wenn man die angesagten Teile auch tragen kann. Bei meinem Lieblingsladen (Classico Hamburg bzw. Conleys Onlineshop) passe ich kaum in eine Bluse oder Jeans. Alles (selbst die 42er Teile und die Jeans in 32) sind so schmal geschnitten, da geht gar nichts.
2a. Stiefel: Wer sich einmal die Wade in einem Stiefelreißverschluss geklemmt hat, versteht mich. Gerade diesen Winter gelingen mit wunderschönen Modellen ratzfatz tolle Outfits – vorausgesetzt die Beine lassen sich darin verstauen.
2b. Rettungsringe! Katastrophal im Sitzen.
2c. Bademode – allein das Wort reicht, um in meinem Kopf einen Gruselfilm zu starten.
3. Sport: Mit jedem Kilo weniger geht es leichter. Steigende Ausdauer macht stolz, Erfolg happy.
3a. Als ambitionierte Dressurreiterin schaue ich neidisch auf die Bohnenstangen in Frack und Zylinder. Traversalen, Pirouetten und Trabverstärkungen ohne Schwabbelspeck wirken definitiv eleganter. Über weniger Gewicht freut sich auch das Pferdchen.
4. Schluss mit dem Thema! Wenn die angepeilten 12 Kilo weg sind, verabschiede ich mich vom Diät-Zirkus. Ich kaufe keine Weight-Watchers-Kochbücher mehr, sage den Diät-Sendungen in der Glotze adieu und ich höre auf meinen Mann mit meinen "Sehe ich wurstig aus in der Hose?"-Fragen zu terrorisieren.
Fallen Euch – außer den hier sträflich vernachlässigten gesundheitlichen Aspekten – noch mehr Gründe ein? Wenn Ihr Euren BMI nicht kennt, könnt Ihr ihn hier ausrechnen.
kommentieren
ja fällt mir ein. obwohl du ja schon einen mann hast, wird das primäre problem weiblicher röllchen an dem “mich will eh keiner” und “ich bin fett und hässlich” deutlich.
zudem kommt eine “wenn ich mich schon zu fett finde, findet er mich bestimmt nicht erotisch”-komponente, die unbefriedigtem und schlechtem beischlaf vorschub leistet, weil es an entspannung und (körperlichem) selbstbewusstsein mangelt. (fass mich DA bloß nicht an!)
bei männern geht übergewicht oft mit erhöhtem schweißtrieb und glänzenden glatzen einher. mehr masse erfordert ja auch mehr kraftaufwand zur bewegung ergo mehr anstrengung und ausdünstung. dieses duo kommt selbst bei geschlechtsgenossen nicht gut an.
anmerkung: verbraucht man eigentlich weniger schminke, wenn man ein schmaleres gesicht hat?
und: dressurreiten auf meerschweinchen wird zur erdrückenden angelegenheit.
Klasse Beitrag. Für mich bedeutet eine schlackernde Hose auch Glück! Wenn die Hose enger wird, werde ich launischer und meine Stimmung wird gereizter..Übergewichtige finde ich häßlich. Mit vielen Hosen über meine Oberschenkel habe ich Probleme. Nach dem Sport fühlt man sich hübscher.
Also ich weiß nicht, eigentlich hört sich das doch ganz prima an …
Ich verfolge im Fernsehen verschiedene Diatarten,
und die meisten haben den Nachteil von einer Rückfallqoute.Bekannte Firmen wie Slimfast und
Weightwatchers nutzen immer noch die Naivität von Verbrauchern aus , und von Optiwell allein wird man sogar dicker.Und wer kann sich als Sozialhilfeempänger
ein Fitnesstudio leisten ?
Geht lieber raus nach dem essen und macht spaziergänge und laufen und beschränkt süssigkeiten
auf einmal pro Woche.
meine empfehlung