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Schrothkur: Heilfasten mit Brötchen

14. April 2009 | Von Sandra

Urheber und Namenspatron der Schrothkur ist der Bauer und Fuhrmann Johann Schroth. Da mögen manche Menschen jetzt schon perplex aufschauen und sich fragen, wie ein Landwirt dazu kommt, eine Diät zu erfinden. Noch erstaunter darf man sein wenn man erfährt, dass es sich sogar um ein Naturheilverfahren handelt, das nicht in erster Linie die Pfunde schmelzen, sondern Krankheiten mindern soll.

brot-by-adactio©Flickr

Zugegeben, die Schrothkur ist sehr umstritten und wird als Fasten- oder Wellnessprogramm, wie auch als Naturheilverfahren von den meisten Ärzten abgelehnt. Dennoch sollte sie unbedingt unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, denn es drohen Mangelerscheinungen und – im Falle einer tatsächlichen Anwendung bei Krankheiten – sogar Verschlimmerungen.

Die Ernährung während einer Schrothkur

Eine Schrothkur ähnelt dem Fasten: Man ernährt sich hauptsächlich von Brötchen. Diese sehr abwechslungsarme Grundlage wird durch Trink- und so genannte Trockentage unterstützt. Gerade auf die Flüssigkeitszufuhr wird nämlich während einer Schrothkur besonderes Augenmerk gelegt.

An den Trockentagen darf man beispielsweise nicht mehr als einen halben Liter Wasser zu sich nehmen. Das klingt nicht nur gefährlich, es kann auch durchaus gesundheitsschädlich sein, denn gerade im Sommer oder mit dem Hintergrund diverser Vorerkrankungen kann das den Körper eines Menschen mehr schädigen, anstatt ihn zu kurieren. Da ist es kein Wunder das Schroth, der als „Semmeldoktor“ schon zu Lebzeiten bekannt war und sein Wissen aus dem Test am eigenen Leibe und dem Beobachten seiner Kühe (!) hervorbrachte, sich auch schon in den Zeiten seiner Tätigkeit als Laienheiler herber Kritik aussetzen musste.

Die Schrothkur heute

Auch wenn die Schrothkur in den Kurkliniken heute etwas gemäßigter durchgeführt und z.B.  statt Wacholderwein zum Entwässern Wasser genutzt wird und anstelle von Brötchen auch mal Obst auf den Speiseplan darf, diese Fastenkur ist nicht empfehlenswert. Wer einfach entschlacken und entwässern möchte kann auf nährstoffreichere Diäten wie die Reisdiät zurückgreifen oder sich einfach gesund ernähren. Zur Schrothkur gehören auch  so genannte nasskalte „Dunstwickel“, gegen die im Prinzip nichts einzuwenden ist, wenn man nicht unter Krankheiten des Kreislaufs leidet. Aber ein ordentliches Wechselbad oder Kneipp’sche Anwendungen helfen da sicher ebenso gut.



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1 Kommentar

  1. Die meisten Ärzte lehnen eigentlich jede Heilfasten Kur ab. Sie glauben nicht dass Heilfasten den Körper entschlackt, oder dass es Er entschlackt werden muss.
    Heilfasten Kuren sind im allgemeinen immer ungesund. Sich tagelang einseitig ernähren kann eigentlich nicht gesund sein. Aber ist gesund immer gesund? Ein Baum bekommt einen dicken Stamm vom Wind, Der Ihn auch abbrechen/töten kann. Also eigentlich ungesund für den Baum ist. Hier gilt das Motto: “Was mich nicht umbringt, macht mich nur stärker.”

    Wird man von Heilfasten stärker? Heilfasten ist alles andere als angenehm. Was in der Fastenzeit bei einem im Kopf vorgeht ist schon ziemlich schlimm. Aber dabei werden, wie in Träumen, Dinge verarbeitet und auch der Geist wird entschlackt. Wenn man von sich selbst gewinnt und die Kur zu Ende führt ist man geistig stärker geworden und auch der Körper wird dabei abgehärtet.

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