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Die Fett Diät: Fett und Eiweiß in der anabolen Diät

13. Januar 2010 | Von Christian Müller

Die Fett Diät ist, auch wenn es auf den ersten Blick absurd klingt, in Bodybuilderkreisen sehr beliebt. Neben Fett steht Eiweiß zum Abnehmen auf dem Speiseplan. Dagegen wird auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichtet. Kennen wir das nicht von irgendwoher?

arnold schwarzenegger, d_vdm©Flickr

Ja richtig, die Fett Diät, eigentlich Anabole Diät genannt, erinnert in ihren Grundzügen an die Atkins Diät: viel Fett und Proteine, ganz wenig Kohlenhydrate. Doch der große Unterschied zwischen beiden Ernährungsformen liegt darin, dass bei Atkins übergewichtige Personen abnehmen sollen, während die Fett Diät auf die Leistungssteigerung von Sportlern, in der Regel Bodybuildern, zielt.

Eine Gewichtsreduzierung wird weniger verfolgt. Im Gegenteil: Eigentlich lautet das Ziel, eine maximale Gewichtzunahme (durch mehr Muskeln) bei gleich bleibenden bzw. verringerten Fettanteil.

Fett und Eiweiß in der Diät

Dienen Fett und Eiweiß in der Diät als primäre Nährmittel, wird der Körper mit der Zeit zum wahren Fettverbrenner. Denn durch die Streichung von Kohlenhydraten greift der Körper zur Energiegewinnung verstärkt auf das Nahrungs- und körpereigenes Fett zurück.

Doch bei der Fett Diät gibt es auch die so genannte Aufladephase, bei der man sich komplett von Kohlenhydraten ernährt. Werden Kohlenhydrate aus der Ernährung gestrichen, würde man zwar Körpergewicht verlieren, aber der Muskelabbau wäre nicht aufzuhalten. Das ist nicht im Sinn eines Bodybuilders. Zudem benötigen Sportler Kohlenhydrate einfach, um leistungsfähig zu bleiben. Die zwei unterschiedlichen Phasen (5 bis 6 Tage kohlenhydratarm, 1 bis 2 Tage Aufladephase) wechseln sich dabei immer ab.

Wie viel Fett und Eiweiß sind sinnvoll?

Doch wie viel Fett und Eiweiß sind bei dieser Ernährungsform sinnvoll? Die Fett Diät erfordert dabei ein tägliches Verhältnis von 60 Prozent Fett, 35 Prozent Eiweiß und 5 Prozent Kohlenhydrate. Maximal dürfen 30 g Kohlenhydrate am Tag gegessen werden.

Das Problem ist, dass der hohe Eiweißanteil mit der normalen Ernährung nicht leicht erreicht werden kann. Hierfür kann man aber neben den klassischen Eiweißträgern wie magerem Fleisch, Fisch, Milch, Quark, Eier oder Nüssen auf Protein-Shakes zurückgreifen.

Ein schwerwiegendes Problem sind die gesundheitlichen Risiken. Zum einen wird durch das viele Eiweiß die Nieren stark belastet, zum anderen wird die Harnsäureproduktion erhöht, was zu Gicht führen kann.



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2 Kommentare

  1. prolematisch sind auch der hohe cholesteringehalt, Purine und die mangelnde Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe - wenn sich nur von Putenbrust und Hüttenkäse ernährt wird bleiben Vitamine auf der Strecke.

  2. Hier die Waage zu halten bzw. den richtigen Ernährungsweg zu finden ist wirklich nicht einfach. Ich kann jedem Fitnesssportler oder Bodybuilder nur raten sich von einem Profi einen Ernährungsplan erstellen zu lassen, ansonsten kann die Ernährung unbewusst sehr einseit und ungesund werden, was auch, wie sch richtig erwähnt, erhebliche Risiken mit sich bringen kann. Es ist ja gerade das Verhältnis zwischen Traingsintensität und Trainingsphase, was gemeinsam mit dem gewünschten Ziel beim Bodybuilding, beachtet werden muss. Ohne einen Ernährungsberater kann das für jeden Bodybuilder zum Fiasko werden.

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